4. Tag der offenen Klosterstätten in MV am 12. April 2026
WAS
Mit den Tagen der offenen Klosterstätten möchten wir, die Gemeinschaft der Klosterstätten Mecklenburg-Vorpommern, das Architekturerbe und den grundlegenden Anteil der Klöster an der Landesgeschichte - der Agrar- und Wirtschaftsgeschichte und der Kirchengeschichte - in den Blick rücken und einladen, sich im eigenen Land, ganz nah und etwas ferner, auf Spurensuche zu begeben. Viele Klosterstätten konnten in den vergangenen Jahren ein 800-jähriges, ein 750- oder 700-jähriges Jubiläum feiern. In den meisten Klosterorten haben sich die Klosterkirchen und Teile der Klausurbauten erhalten. Sie sind auch noch heute kulturelle und kirchliche Zentren in ihren Städten und Gemeinden.
WANN UND WO
Am ersten Sonntag nach Ostern, dem 12. April, haben die Mitglieder der Gemeinschaft und ihre Gäste die ehemaligen Klosterstätten von Bergen auf Rügen bis Zarrentin am Schaalsee, von Neukloster bis Wanzka, in Rehna, Rühn und Greifswald, Krummin auf Usedom, Dargun und Malchow, in Franzburg und Ribnitz geöffnet und bieten in den alten Mauern Programme an, damit Geschichte „ganz nah“ erlebt werden kann.
WER
Mitglieder der Fördervereine und der Klosterkirchgemeinden, die Mitarbeiter der Museen und kommunaler Verwaltungen laden Besucherinnern und Besucher ein zu Besichtigungen und Turmbesteigungen, zu Führungen, Vorträgen und Berichten, wodurch die Geschichte und Entwicklungen der alten Orte erkennbar werden. Dabei geht es an diesem Tag nicht nur um die Baudenkmäler, sondern auch um das neue Leben in den so unterschiedlich erhaltenen alten Mauern. Eine große Erweiterung des Horizontes verspricht der Blick auf die Umgebung der Klosterstätten, auf Land und Seen, auf Feld und Wasser, die nicht nur in vergangenen Zeiten lebensnotwendig waren. Das kann an diesem Tag an vielen Orten von einem Turm aus gelingen. Die Eröffnung des Tages findet im Kloster Rühn statt.
Lassen Sie sich einladen zu dieser Pilgerfahrt am ersten Sonntag nach Ostern und erleben Sie „Kloster ganz nah“!
Der Vorstand der Gemeinschaft der Klosterstätten MV e. V.
Liste der teilnehmenden Klosterstätten
- Kloster Rühn (Eröffnung)
- Kloster Bergen auf Rügen
- Kloster- und Schlossanlage Dargun
- Kloster Dobbertin
- Kloster Doberan
- Kloster Franzburg
- Klöster in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
- Klosterkirche St. Michaelis Krummin
- Kloster Malchow
- Kloster Neukloster
- Kloster Rehna
- Kloster Ribnitz
- Kloster Wanzka
- Kloster Zarrentin
Kloster Rühn
Klosterverein Rühn e. V., Klosterhof 1, 18246 Rühn
Rühn ist von den Klöstern im Nordosten Deutschlands dasjenige, das die ursprüngliche Anlage aus der Mitte des 13. Jhs am besten bewahrt hat. 1232 gründete Bischof Brunward das Zisterzienser-Jungfrauen-Kloster, das bis zur Reformation bestand und von 1575 bis 1756 ein evangelisches Damenstift gewesen ist. Nach dieser Zeit wurde daraus bis 1915 ein Gutsbezirk, dessen Besitzer und die Nutzungen häufig wechselten. 1945 dienten die Gebäude für Wohnunterkünfte und wurden von 1950 bis 1991 zum Jugendwerkhof, eine Haftanstalt der DDR. Dann folgt ein 15jähriger Leerstand.
2005 gründete sich der Klosterverein Rühn e. V., der sich der Erhaltung der Konventsgebäude tatkräftig annimmt und diese im Jahr 2008 durch großzügige Spenden erwerben kann. Die alte Klosterstätte wird seitdem saniert und ist zu einem zentralen Kulturort der Region geworden: „Rühn ist eine lebendige Baustelle, von Ehrenamt getragen.“
Weitere Informationen zum Kloster und dem Klosterverein finden Sie hier.
Klosterkirche
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bützow
Eröffnung des Tages der offenen Klosterstätten MV mit dem Rühner Bürgermeister Hans–Georg Harloff, dem Vorsitzenden des Heimatverbandes MV e. V. Dr. Martin Buchsteiner und dem Vorsitzenden der Gemeinschaft der Klosterstätten MV e. V. Axel Ulrich, an der Orgel Pastorin i. R. Helga Müller
und 15.00 Uhr Treffpunkt Klosterhof/ am Schild Führungen
Vertreter des Klostervereins führen durch die Klostergebäude und zeigen die bisher erreichten Restaurierungen in Kreuzgang und den Klausurbereichen und erläutern Planungen für die Zukunft.
Um Spenden für die noch großen baulichen Notwendigkeiten wird gebeten.
Die Klosterschänke ist geöffnet.
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Luftbild der Klosteranlage Rühn, Foto: K. v. Dobschütz
Kloster und Damenstift Bergen auf Rügen
Stadtmuseum, Bergen auf Rügen, Billrothstraße 20 a, 18528 Bergen auf Rügen
(im Klosterhof)
Das Stadtmuseum steht in unmittelbarer Nähe der St. Marienkirche auf dem Grund des im 12. Jh. gegründeten Benediktinerinnenklosters, das ab 1250 zum Orden der Zisterzienser gehörte. 1569 wurde das Kloster evangelisch. Die Klausurgebäude wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört und deren Reste 1660 vollständig abgetragen. Die Stiftsdamen zogen nach der Fertigstellung der neuen Wohnhäuser 1736 wieder an die alte Stelle zurück. Das Stift wurde 1945 aufgehoben und ging in den 1980er Jahren in das Eigentum der Stadt Bergen über. 2005 zog hier das Stadtmuseum von Bergen ein.
Zum Tag der offenen Klosterstätten MV 2026 lädt das Stadtmuseum mit einer Sonderöffnungszeit zu folgenden Ausstellungen ein:
— Ständige Ausstellung
Die Geschichte des Bergener Nonnenklosters von seinen Anfängen 1193 über seine Umwandlung in ein evangelisches Damenstift bis zu seiner Auflösung 1945 wird in der Dauerausstellung thematisiert. Gleichzeitig laden die Replik des vergoldeten, romanischen Kelches und das mit Leinen und Seide reichbestickte, mittelalterliche Tuch mit seinen erzählerischen Szenen zum Staunen und Innehalten ein!
Eintritt: regulär 2 €; Familienkarte 4 €
Sonderausstellung
„Von der Steinzeit bis zur Stadt“ und die Fotoausstellung „Katrin Nülken. Nature is painting – made of stone“ in der Zeit von zu einem Besuch ein.
Klosterkirche St. Marien Bergen auf Rügen
Evangelische Pfarrgemeinde, Billrothstraße. 1, 18528 Bergen auf Rügen
(Kirchplatz)
Die Klosterkirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem Westturmriegel, die 1180 unter Jaromar I. errichtet wurde und ab 1193 im Chor, in der Vierung und dem Querhausflügel für die Benediktinerinnen nutzbar wurde. Der Turmhelm wurde 1845/46 errichtet. Während der Restaurierungen von 1886 -1902 wurde auch die spätromanische Wandmalerei und Architekturfarbigkeit freigelegt, die diese Klosterkirche einmalig erscheinen lassen.
Besucher sind zur Teilnahme am evangelischen Gottesdienst in der Klosterkirche eingeladen.
Die Klosterkirche wird in dieser Zeit zur Besichtigung offengehalten. Mitglieder der Kirchengemeinde stehen für Informationen zum Kirchenbau und zur Ausstattung zur Verfügung
Kloster- und Schlossanlage Dargun
Stadt Dargun, Schloßstraße 10, 17159 Dargun
Das Zisterzienserkloster Dargun wurde bereits 1172 als Tochterkloster des dänischen Klosters Esrom bei Helsingör gegründet, musste jedoch wegen Kriegswirren Ende des Jahrhunderts aufgegeben werden. Der Konvent übersiedelte nach Eldena an der Dänischen Wiek bei Greifswald. 1209 wurde das Darguner Kloster vom Kloster Doberan aus neu besetzt. Nach der Reformation wurde es 1552 aufgehoben und als Nebenresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Güstrow schon Ende des 16. Jhs/Anfang 17. Jh. zu dieser großen Schloßanlage umgebaut, die 1945 ausbrannte. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten ist der Mauerbestand heute geschützt. Das Langhaus der einst bedeutenden Klosterkirche St. Marien kann so wieder für kirchliche wie kulturelle Zwecke genutzt werden. Die Stadt Dargun sucht aktuell nach neuen Nutzungsmöglichkeiten des großen Klosterareals.
— Aussichtsturm
Die Kloster- und Schlossanlage Dargun sowie der Aussichtsturm sind für Besichtigungen geöffnet.
Eintritt frei
Ökumenischer Gottesdienst in der Klosterkirche St. Marien
— Treffpunkt: Gelbes Tor
Führungen durch die Schloss- und Klosteranlage Dargun
— „Uns lütt Museum“ im ehemaligen Gästehaus des Klosters
Bei freiem Eintritt kann das heimatkundliche Museum besichtigt werden.
Hier gibt es ab 12.00 Uhr ein Imbissangebot im Museum
— Führung in „Uns lütt Museum“
— Vortrag in „Uns lütt Museum“
Vorstellung neuer Dokumente und Lebenserinnerungen zur Ackerbauschule von Herrn Dr. Wölfer, dem ehem. Lehrer und späteren Direktor der Schule.
— Kornhaus Darguner Klosterladen
Die unteren Geschosse des Kornhauses stammen aus dem 13. Jh., die beiden oberen Stockwerke wurden schon in der Herzogszeit 1585 errichtet.
Der Darguner Klosterladen ist geöffnet. Er lädt zur Verkostung regionaler Produkte ein und zeigt seine Whisky-Spezialitäten.
Kloster Dobbertin
Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH, 19399 Dobbertin, Am Kloster
Zwischen 1219 und 1225 wurde am Dobbertiner See ein Benediktinerkloster errichtet, das 1234 in ein Nonnenkloster umgewandelt wurde und schließlich 1572 zu einem adligen Damenstift der mecklenburgischen Landstände bestimmt wurde, das bis 1919 Bestand hatte. Die große Klosteranlage besitzt beeindruckende Klausurgebäude, die von der Mitte des 13. Jh. bis zum frühen 15. Jh. errichtet und umgebaut wurden. Die Klosterkirche ist ein einschiffiger Saalbau mit Chor, begonnen um 1275. Im späten 14. Jh. erfolgt der Einbau der Nonnenempore. 1828 bis 1837 erhält die Klosterkirche die Doppelturmfassade und wird bis 1851 durch neugotische Bauformen ummantelt. Wie in Malchow war hier der mecklenburgische Architekt G. A. Demmler tätig. Vorbild für die Umgestaltung der Klosterkirche war die von Karl Friedrich Schinkel in Berlin errichtete Friedrich Werdersche Kirche.
Heute dient die gesamte Anlage dem Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH.
— Eingang Klosterladen
Die Klosterkirche und die Klausurgebäude öffnen zur Besichtigung von Kreuzgängen, dem Remter und dem Kapitelsaal mit der Ausstellung zu Theodor Fontane im Kloster Dobbertin.
Ab 11.00 Uhr stündliche Turmbesteigungen
Die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Klosters Dobbertin e. V. laden zum diesjährigen Tag der offenen Klosterstätten „klettergeübte Gäste“ zu Turmbesteigungen ein. Die Turmbesteigung ist nur in Begleitung der Mitglieder des Vereins und nur für Gäste ohne Einschränkungen möglich.
11.00 Uhr – 17.00 Uhr — Brauhaus
Das Brauhaus bietet eine vielfältige Auswahl an Speisen und Getränken an, die Sie bei schönem Wetter auch im idyllischen Biergarten genießen können.
Kloster Doberan
Münster Klosterstraße 2, 17203 Bad Doberan
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Doberan
Das Münster, die Klosterkirche der Doberaner Zisterzienser aus dem 13. Jh., gehört zu den bedeutendsten und schönsten hochgotischen Backsteinbauten im Ostseeraum und ist seit der Reformationszeit eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Die erste Klostergründung erfolgte 1171 in Althof. 1186 erfolgte die Neugründung mit Mönchen aus Amelungsborn am heutigen Ort. Trotz aller Krisen und Konflikte blieb die ehemalige Klosterkirche samt dem ungewöhnlich reichen Kircheninventar über die Jahrhunderte erhalten. Sie besitzt bis heute die reichste Innenausstattung aller Zisterzienserklosterkirchen europaweit.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Münster ist zur Besichtigung geöffnet, für Besichtigung und Führungen ist Eintritt zu zahlen, Schüler 6 – 18 Jahre haben freien Eintritt für Besichtigung
Münsterführung
Deckengewölbe-, Turm- und Glockenführung mit Ostseeblick
11.00 Uhr 15.00 Uhr
Besucher - und Informationszentrum der Stadt Bad Doberan, in der Alten Vogtei/ Klosterstraße 1c
Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V. informieren hier über die Geschichte der Klosteranlage am Klostermodell. Seit Sommer 2025 steht das digitale Terminal zur Klosteranlage Doberan zusätzlich zur umfänglichen Information bereit.
Weiere Informaionen finden Sie hier.
— Backhausmühle mit Speicher, Klosterhof 3 (Zugang auf der Westseite der Baustelle)
Das monumentale Wirtschaftsgebäude ist im weiten Klosterhof nicht zu übersehen und wie das Münster um 1300 errichtet worden. Erst 1979 durch Brandstiftung völlig ausgebrannt, ist die Wiederherstellung dieses großen Hauses in Planung. Zum Betrieb der westlich anschließenden Backhausmühle fließt der von den Mönchen künstlich angelegte Wallbach. Eine Schrotmühle wurde bereits wieder errichtet. Informationen zur Wasserwirtschaft des Klosters zeigt eine Ausstellung. Die Mitglieder der „Mühlengruppe“ des Klostervereins bieten am Klostertag geführte Besichtigungen an.
Am Kornhaus, heute Sozio-kulturelles Zentrum der Stadt Bad Doberan, vorbei geht es zum Klostergarten, über dessen Pflanzen Tafeln und QR-Codes botanische Auskunft geben. Der Weg führt schließlich zum Torhaus des Klosters.
— Klostercafé im Torhaus/ Klosterstraße 1a ist geöffnet
Kloster- und Schloßkirche Franzburg
Evangelische Kirchgemeinde Steinhagen, Richtenberg und Franzburg
Kirchplatz, 18461 Franzburg
Das einst große und reiche Zisterzienserkloster Neuenkamp, das 1231 von Fürst Witzlaw von Rügen gegründet und mit Mönchen aus Kloster Altenkamp besetzt wurde, verfiel nach der Reformation ab 1535. Für einen Schlossbau unter Herzog Bogislaw XIII. wurde 1587 das Kloster und die große Backsteinhalle der Klosterkirche bis auf den südlichen Querhausarm abgetragen. Nur der Name Schlosskirche verweist noch auf die landesherrliche Geschichte von Franzburg.
— Schloss- und Klosterkirche
Öffnung der Kirche mit Begleitung und Führung durch Mitglieder der Kirchgemeinde.
— Galerie, Petersstraße 1
Im ehemaligen Amtshaus öffnet die Galerie mit Ausstellungen ihre Pforten. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, regionalen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.
— Café im Wiekhaus, Geskestr. 2 oder über den Klostergarten
Das Café öffnet für die Klosterpilger am Tag der offenen Klosterstätten bereits ab 10.00 Uhr.
Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Amt für Bildung, Kultur und Sport
— Bürgerschaftssaal im Rathaus, Markt, 17489 Greifswald
„Das Greifswalder Franziskanerkloster - die rund 300jährige Präsenz und das Wirken des Ordens vom Hl. Franz in der Stadt“.
Vortrag von Dr. Michael Lissok
In seinem Vortrag geht Dr. Michael Lissok auf die Gründungsgeschichte des Greifswalder Franziskanerklosters sowie auf dessen Einbindung in die religiösen Strukturen und sozialen Milieus der Stadt ein. Anlässlich des 800. Todestages des Hl. Franz von Assisi, dem Gründer und Namensgeber des Ordens, wird dabei auch über die Entstehung und frühe Verbreitung der Franziskaner in Mittel- und Nordeuropa referiert.
— Dom St. Nikolai, Domstraße
Kurzführungen durch die Bibliothek des Geistigen Ministeriums durch Frau Dr. Gisela Ros. Hier sind Handschriften und Bücher aus den Klöstern Greifswalds zu besichtigen, die im Dom ihre neue Heimstatt haben.
Führungen zu je 8 Personen. Um Spenden wird für Restaurierungen gebeten.
— Klosterruine Eldena, Wolgaster Straße, 17493 Greifswald
Treffpunkt: Caspar-David-Friedrich-Infopunkt
"Grüfte und Gräber im Kloster Eldena" - Führung
Der Bauhistoriker und Archäologe Torsten Rütz geht in einer Führung auf dem Gelände der Klosterruine Eldena näher auf verschiedene Bestattungsplätze in der und um die Klosterruine Eldena ein. Zum einen weisen die heute in der Klosterruine aufgestellten Grabplatten auf diesen Ort als Grablege hin. Zum andern sind durch verschiedene Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche weitere Gräber entdeckt und erfasst worden.
Pommersches Landesmuseum
Rakower Straße 9, 17489 Greifswald
Nach dem Vortrag im Bürgerschaftssaal kann der Historie des Grauen Klosters, dem Franziskanerkloster Greifswalds, im Museum und im Ausstellungsbereich Pommern/Pomorze - Land am Meer nachgespürt werden. Hier sind auch das Modell und die letzten Baudetails des Klosters Eldena zu finden.
In der neuen „Galerie der Romantik“ überrascht die Kapelle, die als multimediales Kunstwerk auf C. D. Friedrichs poetische Bildwelten einstimmt. Die neue Präsentation seiner Werke, besonders des Gemäldes „Kloster Eldena im Riesengebirge“ und der „Lebensfries“ zu Caspar David Friedrich sind seit Februar 2026 zu sehen.
Der Eintritt ist kostenpflichtig
Klosterkirche St. Michaelis Krummin
Evangelische Pfarrgemeinde Krummin, Dorfstraße, 17440 Krummin
Und wieder kann auch die idyllisch gelegene Klosterkirche der Krumminer Zisterzienserinnen besichtigt werden. Die Kirche ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.
Eine kleine Einführung und Musik auf der Krumminer Orgel ertönt nach Betätigung des Schalters an der Kanzel.
Im Klosterhof geben die Schautafeln zur Geschichte des Klosters Auskunft.
Die Krumminer Kirche über der Krumminer Wiek, 1230 erstmals erwähnt, wurde 1303 zur Klosterkirche des neugegründeten Zisterzienserinnenklosters. Die Tochter von Herzog Bogislaw IV. von Pommern-Wolgast, Jutta, wurde die erste Äbtissin.
Aus den historischen Quellen geht nicht hervor, wie das Kloster einst angelegt war. Lesenswert ist die Publikation von Karla Bielang: Kloster der Zisterzienserinnen und Kirche St. Michael in Krummin auf Usedom. 2008 – erschienen anlässlich des 700jährigen Jubiläums.
Die Fahrt lässt sich mit dem Besuch des Schlosses Pudagla abrunden, das auf dem Grund des 1308 errichteten Prämonstratenserklosters steht und einst von Grobe bei Usedom hierher verlegt wurde.
Kloster Malchow
Kulturzentrum Malchow, Kloster 32-34, 17213 Inselstadt Malchow
Das Kloster wurde 1298 vom Orden der Büßerinnen aus Röbel gegründet und folgte seit dem 14. Jh. der Zisterzienserinnenregel. Nach der Reformation wurde das Kloster zum adligen Damenstift, wie die Klöster Dobbertin und Ribnitz. Die ehemaligen Konventsgebäude wurden in der ersten Hälfte des 18. Jhs. umgebaut. Zwei Arme des mittelalterlichen Kreuzgangs blieben darin erhalten. Heute befindet sich hier das Kulturzentrum der Inselstadt Malchow.
— Kunstmuseum und Mecklenburgisches Orgelmuseum
Das Kunstmuseum befindet sich im Refektorium des ehemaligen Damenstifts. In den heutigen Ausstellungsräumen wird auch die Wohnwelt der Stiftsdamen im 19. Jhs. erlebbar.
Das Mecklenburgische Orgelmuseum befindet sich in der 1844 – 1849 errichteten neugotischen Klosterkirche. Sie wurde nach einem Entwurf des mecklenburgischen Baumeisters Friedrich Wilhelm Buttel (1796-1869) errichtet und nach einem Brand im Jahr 1888 bis 1890 durch Georg Daniel (1829-1913) aus Schwerin umfassend erneuert. Seit 1997 befindet sich die Klosterkirche im Besitz der Stadt.
Der Kirchturm kann bestiegen werden, um den Rundumblick über Land und Seen zu genießen.
— Klosterführung
Am Treffpunkt im Klosterhof beginnt die Führung mit Herrn Manfred Göring, Mitglied des Fördervereins für das Malchower Kloster
— Café im Kreuzgang
Nach der Klosterführung kann man im Klostercafé einkehren und dann einen Spaziergang vom klösterlichen Hochufer zum Malchower See hinunter anschließen.
Kloster St. Maria im Sonnenkamp Neukloster
Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde, Kirchweg 2, 23992 Neukloster
Das Zisterzienserinnenkloster in Neukloster wurde ab etwa 1235 errichtet. Seine noch erhaltenen Gebäude mit Glockenturm (Erdgeschoss um 1280) und dem Probsteigebäude (um 1300) in einer weitläufigen Anlage lassen fast vergessen, dass die Klausurgebäude nicht mehr existieren. Beeindruckend ist die neueingedeckte Kirche St. Maria und St. Johannes mit einem kreuzförmigen Grundriss und dem schmuckreichen Ostgiebel, der sich mit dem Zierrat des opus spicatum (‚Ährenwerk‘) präsentiert und eine Dreifenstergruppe mit den heute ältesten Glasmalereien in Mecklenburg besitzt. Ein Spaziergang hinunter zum See kann den Klostertag in Neukloster noch bereichern.
— Evangelischer Gottesdienst
Beginn mit einem kurzen Gottesdienst
Mitglieder des Fördervereins Klosterkirche St. Marien im Sonnenkamp e. V. werden die Gäste in der Klosterkirche begrüßen und mit der Klosteranlage vertraut machen. Der Verein unterstützt die vielfältigen Bau- und Restaurierungsarbeiten.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Kloster Rehna
Klosterverein Rehna e. V., Kirchplatz 1a, 19217 Rehna
Das 1237 gegründete Frauenkloster bestand bis 1552 und wurde nach der Reformation säkularisiert. Viele Teile der Klosteranlage sind erhalten geblieben: die Kirche, drei Flügel des Kreuzganges, Teile des Propsteigebäudes, das sogenannte Lange Haus mit dem Gästerefektorium und der Gerichtssaal. Die ehemalige Klosterkirche St. Maria und St. Elisabeth ist ein einschiffiger Backsteinbau. Mit dem Kirchenbau wurde um 1200 begonnen. Es entstand eine spätromanische Kirche, die nach der Gründung des Klosters bis Mitte des 15. Jahrhunderts weiter umgebaut wurde.
Der Klosterverein, gegr. 1998, lädt Sie ein: „Erleben Sie eine Annäherung an das mittelalterliche Klosterleben durch Musik, Meditation, Schreiben sowie spannende Geschichten über die bauliche Entstehung und den Alltag im Kloster. Verborgenes Wissen und faszinierende Geheimnisse aus längst vergangenen Zeiten machen diesen Tag zu einem lebendigen Geschichtserlebnis – für alle, die sich für das Mittelalter und die Bedeutung der Klöster interessieren.“
Weitere Informationen finden Sie hier.
Kloster Rehna öffnet seine Türen und die gesamte Klosteranlage sowie das Museum an diesem Tag kostenfrei
— Die besondere Entdeckungstour rund um das Klosterleben
An verschiedenen Stationen können Themenbereiche erkundet werden: Musik und Meditation - Leben in der Klausur - Bau am Kloster - Klösterliche Schreibstube
An den einzelnen Stationen erhalten die Gäste auf vielfältige Weise Einblicke in das Wesen eines mittelalterlichen Klosters. Sie erfahren Wissenswertes über das Bauen im Mittelalter, das Leben der Nonnen im Kloster, tauchen ein in mittelalterliche Musik und Meditation und können in der Schreibstube sogar selbst praktisch tätig werden. Ein Stationswechsel ist alle 30 Minuten möglich.
— „Café im Gerichtssaal“ öffnet seine Türen
Der Klosterverein lädt alle Besucherinnen und Besucher, die Gäste des Klosters sowie der Stadt Rehna zu Kaffee und Kuchen ein.
— Orgelkonzert in der Klosterkirche
Mit diesem musikalischen Beitrag endet der Ausflug ins Kloster Rehna.
Kloster Ribnitz
Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz
Im Kloster 1-2, 18311 Ribnitz-Damgarten
Das Klarissenkloster Ribnitz wurde 1324 gegründet und nach der Reformation zu einem der drei mecklenburgischen Damenstifte. Die Klosterkirche, am Ende des 14. Jh. vollendet ist mit ihrer Nonnenempore vollständig erhalten. Der West- und Südflügel der Klausur wurde im 18. und 19. Jahrhundert zu Damenstiftshäusern umgebaut. Weitere Damenstiftshäuser aus dieser Zeit befinden sich westlich und südlich der Kirche. Die Klosterkirche erhielt ab 1840 eine reiche neugotische Innenausstattung.
— Deutsches Bernsteinmuseum
Als Stadt- und Heimatmuseum bereits 1933 gegründet wird es 1963 durch einen Bernsteinraum erweitert. 1975 darf sich die Sammlung „Bernsteinmuseum“ nennen. Stetig erweitert und ausgebaut ist es heute die bedeutendste und umfangreichste Bernsteinausstellung Europas. Großen Anteil daran hat die herausragende Sammlung der einstigen Bernsteinmanufaktur Königsberg.
Seit 2010 ist die in das Museum einbezogene Klosterkirche mit einer eigenen Ausstellung „Dame von Welt, aber auch Nonne - vom Klarissenkloster zum adligen Damenstift“ zu erleben. Wechselnde Sonderausstellungen zu kulturgeschichtlichen Themen machen einen Museumsbesuch abwechslungsreich und wiederholt erforderlich.
Weitere Informationen finden Sie hier.
— Stadtführung, Treffpunkt: Eingang Klosterkirche
„Vom Miteinander - Kloster und Stadt“ - Eine Stadtführung mit der Stadtarchivarin Jana Behnke.
— Klosterkirche, Treffpunkt: im Museumsfoyer
„Spuren der Heiligen Beate von Ribnitz“ – Kleine Klosterführung mit dem Museumsleiter Axel Attula.
Kloster Wanzka
Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde, Rödlin, Blankensee, Blankenseer Straße 34, 17237 Blankensee OT Wanzka
Das Kloster Wanzka ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Amt Neustrelitz Land. Gegen Ende des 13. Jhs. gehörte Wanzka in den Herrschaftsbereich von Albrecht III. von Brandenburg. 1283 erstmals erwähnt, wurde die Klosterkirche St. Marien 1290 geweiht. Nach dem Tod Albrechts III. im Jahr 1300 wurde das Kloster unter Heinrich II. von Mecklenburg-Schwerin und Stargard wirtschaftlich gestärkt. In seiner Hauptblütezeit lebten mehr als 50 Nonnen hier. 1555 wurde das Kloster aufgehoben. Die Klosterkirche wurde nach einem Brand von 1833 vom mecklenburgischen Baumeister F. W. Buttel 1840 – 1843 restauriert. Von den einstigen Klostergebäuden haben sich das Klostertor, ein Torhaus und Turm sowie Reste der großen Klosterscheune erhalten.
— Offene Kirche
— Kirchenführung mit Bürgermeister Wulf Bednorz
Die Besucher haben die Möglichkeit, die „Klosterkirche ganz nah“ bis in den kleinsten Winkel zu erklimmen, Geschichte(n) und Klosterleben zu entdecken.
— Orgelklänge mit Kirchenmusikerin Barbara Gepp
Orgelführung "Orgel ganz nah"
— Kirchenführung mit Bürgermeister Wulf Bednorz
Wiederholung der Führung „Klosterkirche ganz nah“.
Dazu steht eine Tasse Kaffee oder Tee bereit. Spenden sind erbeten.
Das alte Pfarrhaus Wanzka, Dorfstraße 7
Tagungshaus der Evang. Kirche Berlin Südost ist zu besichtigen.
Fußweg vom Kloster nur 5-10min (kaum Parkmöglichkeit, am Kloster sind Parkplätze reichlich verfügbar)
Dieses Pfarrhaus ist der Kindheitsort von Margarethe Lachmund, die mit ihrem Mann Hans Lachmund zu den Unbekannten Rettern Greifswalds gehörte, die am 29./30. April 1945 die kampflose Übergabe an die Rote Armee bewirkten. In Greifswald-Ladebow ist eine Straße nach ihr benannt.
Das Pfarrhaus Wanzka bietet heute als Freizeitheim mit Jugendhaus, das am Wanzkaer See liegt, Platz für Freizeit- und Tagungsaufenthalte.
Das Haus ist nicht behindertengerecht (Eingangstreppe und Schwellen im Haus).
Weitere Informationen finden Sie hier.
— Rundgang im Pfarrhaus
Ehrenamtliche Helfer sind vor Ort und geben Auskunft zur Geschichte des Hauses am Wanzkaer See.
Ein kleines Angebot von Getränken (Kaffee und alkoholfreie Getränke) steht auch hier gegen Spende zum Erhalt des Hauses bereit.
Kloster Zarrentin
Stadt Zarrentin und Evangelisch-lutherische Klosterkirche Zarrentin, am Schaalsee, Kirchplatz 8, 19246 Zarrentin
Das ehemalige Zisterzienser Nonnenkloster „Himmelspforte“ und ist die Keimzelle Zarrentins. Es wurde 1251/52 errichtet, wobei die 1246 gegründete Dorfkirche zur Klosterkirche St. Peter und Paul wurde. Das Klosterareal hoch über dem Südufer des Schaalsees lässt noch die Weite des Klausurgeländes erahnen. Im einzig erhaltenen Ostflügel der Klausurbauten befindet sich heute die Amtsverwaltung Zarrentin. Das Refektorium mit der Stadtbibliothek und dem Barocksaal sind über Zarrentin hinaus das kulturelle Zentrum für die Schaalseeregion.
— Führung durch Kloster und Kirche, Treffpunkt: Haupteingang des Klosters
Die Führung mit der Zarrentiner Gästeführerin in historischem Gewand wird Sie in die Geschichte des gastfreundlichen Ortes versetzen.
Anmeldungen sind empfehlenswert: kultur@zarrentin.de oder unter 038851 838 710. (Max. Teilnehmerzahl: 30)
— Besichtigung des Klosters
Das Kloster kann in diesem Zeitraum auch eigenständig besichtigt werden.
Link zur Audioführung deutsch
— Heimatmuseum, Kirchplatz 8
Zur Besichtigung ebenfalls geöffnet.
Klosterkirche St. Peter und Paul, Zarrentin, Kirchplatz
Die Klosterkirche St. Peter und Paul war bereits vor Klostergründung eine Dorfkirche, die um 1460 erneuert und erweitert wurde. Der imposante Fachwerkaufbau des Turms wurde im 18. Jh. errichtet.